Achtsamkeit

- nicht immer liebe auf den ersten blick
Vielleicht kennen Sie das: Gerade in schwierigen Lebenssituationen zerbrechen wir uns ständig den Kopf darüber, was wir in der Vergangenheit hätten anders machen sollen oder verlieren uns in der Sorge wie es weiter gehen soll. Je mehr wir versuchen, wieder Kontrolle über diese Gedanken zu bekommen, desto schlimmer wird es. So ähnlich ging es mir auch so vor ein paar Jahren: Wenn ich morgens aufwachte, hatte ich vielleicht noch gnädige 1 bis 2 Minuten, bis der innere Horrorfilm wieder da war. Und der lief dann den ganzen Tag als Dauerschleife. Nach Außen war ich weiterhin ganz die „Macherin“ – aber innerlich fühlte ich mich so, als würde ich im mentalen Steinbruch arbeiten. Was mir damals nicht bewusst war ist, dass ich meinen Muskel für negative Gedanken und Gefühle immer mehr trainiert habe. Denn wie beim Sport werden wir in jeder Fähigkeit besser, die wir immer und immer wieder einüben. Und manche Menschen befinden sich jeden Tag im „Trainingslager“ für Sorgen und Ängste.


ÜBER INNERE WIDERSTÄNDE HINWEG – DEN EIGENEN WEG ZUR ACHTSAMKEIT FINDEN

Das Thema Achtsamkeit wollte ich für mich erst mal nur als Entspannungsmöglichkeit ausprobieren… so wie andere Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung machen. Mein Kopf war sehr skeptisch, ob dieser neue Achtsamkeits-Hype überhaupt was nutzen könnte. In meiner Ausbildung zur Achtsamkeitstrainerin bin ich auch mehr als einmal in die Rebellion gegangen: über die Inhalte, die Methoden, die Dauer der Übungen, die endlosen Reflexionsrunden, die Stille und vieles mehr. Ja…die Achtsamkeit und ich, das war nicht Liebe auf den ersten Blick. Mein innerer Kritiker hat mir ständig in den Ohren gelegen, dass Meditation doch gar nichts bringt und wir in der Zeit doch so viele andere Dinge erledigen könnten. Aber ich bin drangeblieben und habe, über alle inneren Widerstände hinweg, meinen eigenen Weg zur Achtsamkeit gefunden.



ACHTSAMKEIT ALS GRUNDLEGENDE LEBENSEINSTELLUNG

Achtsamkeit ist viel mehr als eine Entspannungsübung zur Stressbewältigung – Achtsamkeit ist eine grundlegende Lebenseinstellung geworden, für mehr innere Freiheit und Lebensfreude. Aber auch der Achtsamkeitsmuskel muss gestärkt werden – der Schlüssel dazu ist die formale Übung der Mediation. Jon Kabat Zinn, der Begründer der modernen Achtsamkeitstheorie, hat einmal gesagt: „Du musst die Übungen nicht lieben – du musst sie einfach nur machen.“ Für mich ist es zur Routine geworden, mir morgens die Zeit zu nehmen für eine bewusste Wahrnehmung durch Meditation.



IN DIESEM MOMENT IM JETZT KÖNNEN WIR ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN

Für mich ist es der Moment der Stille, wenn die Gedanken zur Ruhe kommen und ich ganz bei mir bin. Diesen einen Augenblick im HIER und JETZT…verbunden mit meinem Körper und meinem Atem. Und wenn ich bemerke, dass mein „innerer Quatschi“ wieder anfängt mir Geschichten zu erzählen oder ich meine innere To Do-Liste durch gehe, dann bringe ich meine Aufmerksamkeit wieder zurück zu meinem Atem. Denn das ist für mich Achtsamkeit – zu bemerken, dass der Gedankenstrom mich wieder fortträgt und ich liebevoll wieder zurück komme in diesen Moment. Denn das Leben besteht aus einer Aneinanderreihung von Momenten – was gestern war ist vorbei – was morgen kommt, wissen wir noch nicht. Dieser Moment ist der einzige, in dem wir wirklich leben und in dem wir unsere Entscheidungen treffen können. Das ist es was das große Geschenk der Achtsamkeit für mein Leben geworden ist.

Wer jetzt den schnellen Gewinn aus der Achtsamkeit für sich sucht, aber nicht gleich in die Entspannung kommt, weil die Gedanken nicht aufhören wollen zu rasen, der wird möglichweise enttäuscht sein.

Wer sich einlässt und länger dranbleibt, der wird auch für sich seine Perlen aus der Achtsamkeit finden – mehr Klarheit, innere Ruhe und Lebensfreude. Gern unterstütze ich Sie in diesem Prozess mit meiner FOCUS ON YOURSELF®-Methode
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